Das Recht auf selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe an allen Bereichen des Lebens darf niemandem aufgrund körperlicher, geistiger oder seelischer Einschränkungen verwehrt bleiben.
Für uns Liberale sind Menschen mit Behinderung keine Last, sie sind gleichwertige Mitglieder unserer Gesellschaft. Ihre Unterstützung ist kein barmherziges Almosen, sondern eine staatsbürgerliche Pflicht.
Barrierefreiheit beginnt im Kopf. Viele Hürden beruhen auf falschen Vorstellungen, Unverständnis und mangelndem Zutrauen. Noch immer fehlt ein öffentliches Bewusstsein für die alltäglichen Probleme und Herausforderungen, aber auch für die Fähigkeiten und Leistungen vieler Menschen mit Behinderung. Berührungsängste und Vorurteile gilt es daher abzubauen. Der Anteil schwer beeinträchtigter Menschen wird durch den demografischen Wandel weiter steigen, gleichzeitig macht der technologische Fortschritt physische Barrieren oftmals überwindbar. Die Politik muss rechtliche Benachteiligungen beseitigen, Verantwortungsbewusstsein fördern und den Abbau physischer und mentaler Hürden aktiv fördern. Wir wollen keinen bürokratischen Hürdenlauf, sondern gelebte Solidarität. Jeder Einzelne ist gefordert, eigene Beeinträchtigungen oder die seiner Mitmenschen nicht zur gesellschaftlichen Benachteiligung werden zu lassen. Dafür leisten ehrenamtliche Helfer und Familienangehörige jeden Tag einen wertvollen Beitrag.
Die Ursachen und Ausprägungen einer Behinderung sind so vielfältig wie die Menschen, die mit ihnen leben, und deren Lebenssituationen. So erfordert eine geistige Beeinträchtigung andere Unterstützungsmaßnahmen als körperliche oder seelische Behinderungen. Auf die unterschiedlichen Bedürfnisse all jener Menschen wollen wir eingehen. Ihnen allen gilt jedoch unser zentrales Anliegen: Wir wollen physische und gesellschaftliche Hürden abbauen, um ein gemeinsames Leben in Freiheit und Vielfalt zu ermöglichen.
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