LICHTENSTEIN/REUTLINGEN. „Es muss mehr Konsequenz beim Kampf gegen Korruption herrschen. Wer die Finger auf andere zeigt, muss auch vor seiner eigenen Haustüre putzen. Wir dürfen uns nicht weiter vor solchen Themen ducken, sonst findet in allen Bereichen des Alltags ein immer größerer „Kampf“, bei dem bewusst Grauzonen oder illegitime Mittel benutzt werden, statt.“, so Daniel Schröder.
Eine traurige Rolle bei dem Thema Korruption kommt auch Baden-Württemberg mit über 1200 Korruptionsstraftaten 2008 bei. Neben der gestiegenen Korruption in Wirtschaft ist die Häufigkeit bei Behörden noch immer nicht zufriedenstellend. Eine Zunahme ist auch im Bereich der Schwere zu verzeichnen.
Schröder weiter: „Eine hundertprozentige Sicherheit wird es wahrscheinlich nicht geben, doch das erlaubt uns nicht solche Missstände weiterlaufen zu lassen. Behörden haben eine Aufgabe vom Staat und der Staat muss die Gleichheit aller Menschen und den fairen Wettbewerb in der Wirtschaft schützen. Nehmen wir diesen Grundsatz ernst, muss auch entschiedener gegen Korruption auf allen Ebenen vorgegangen werden.“
Nach einer Studie von Ernst&Young muss aufgrund der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise weiterhin mit steigenden Fallzahlen gerechnet werden.
„Unternehmen könnten aufgrund ihrer angespannten wirtschaftlichen Situation dazu neigen, die eigenen Geschäfte durch korruptives Handeln anzukurbeln. Dieses Verhalten hat jedoch häufig eine wettbewerbsverzerrende Wirkung die unbedingt verhindert werden muss.“
Veröffentlicht 21.02.2010
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